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Anschlussfinanzierung Vergleich: die besten Zinsen sichern.

Rechtzeitig planen, Zinsen sparen. Prolongation, Umschuldung, Forward-Darlehen: Finde mit Navera die passende Finanzierung für deine Zukunft.

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Anschluss-finanzierung in Kürze erklärt.

Das solltest du unbedingt wissen, wenn du dich mit deiner Anschlussfinanzierung beschäftigst.

  • 01.

    Läuft die Sollzinsbindung deines Immobiliendarlehens aus, benötigst du eine Anschlussfinanzierung für die Restschuld.

  • 02.

    3-6 Monate vor Ende der Zinsbindung erhältst du von deiner Bank einen Vorschlag für eine Weiterfinanzierung - selten zum Bestzins.

  • 03.

    Mit einem strukturierten Anschlussfinanzierungsvergleich kannst du über die Restlaufzeit einen fünfstelligen Unterschied machen.

  • 04.

    Starte den Vergleich deiner Möglichkeiten bis zu 60 Monate vor Zinsbindungsende, so kannst du Angebote in Ruhe prüfen und verhandeln.

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Anschlussfinanzierung berechnen.

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Die Wege zur Anschlussfinanzierung.

  • Prolongation

    Beim bisherigen Kreditgeber bleiben.

    Du verlängerst deine Baufinanzierung direkt bei deiner Hausbank, ohne Notar, Grundbuchänderung oder Papieraufwand, jedoch ohne unabhängige Zinsprüfung. Empfehlenswert bei kleiner Restschuld.

  • Umschuldung

    Zur günstigeren Bank wechseln.

    Lohnenswert ab einer Restschuld von 75.000€. Durch einen Wechsel sicherst du dir niedrigere Zinsen, musst gleichzeitig mit Kosten für die Grundschuld-Abtretung sowie mehr Papieraufwand rechnen.

  • Forward-Darlehen

    Heute Zinsen für morgen sichern.

    Egal ob Prolongation oder Umschuldung, sichere dir die aktuellen Zinskonditionen für deine Anschlussfinanzierung bis zu 60 Monate im Voraus. So schützt du dich gezielt vor steigenden Zinsen und schaffst frühzeitig Planungssicherheit.

Nicht alleine entscheiden.

Mit der Anschlussfinanzierung steht die wichtigste Finanzierungsentscheidung seit deinem Immobilienkauf bevor. Damit lassen wir dich nicht allein. Unsere Finanzierungsexperten verfügen alle über mehr als 10 Jahre Erfahrung und beantworten deine Fragen.

Uta Möllmann

In 3 Schritten zu deiner Anschluss-finanzierung.

Hinweis: Gerne unterstützen wir dich auch dabei, ein Angebot für eine Verlängerung von deiner Bestandsbank einzuholen. So können wir dieses Angebot dann direkt mit denen anderer Banken 100% offen und transparent vergleichen.

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Antworten auf deine wichtigsten Fragen zur Anschlussfinanzierung.

Eine Anschlussfinanzierung ist ein neuer Kreditvertrag, der deine ursprüngliche Baufinanzierung nach Ablauf der Zinsbindung fortsetzt. Du schließt sie ab, wenn deine Restschuld noch nicht vollständig getilgt ist, was bei den meisten Immobilienkrediten der Fall ist.

Anschlussfinanzierung Vergleich 2026: Top-Zinsen sichern, bevor deine Zinsbindung ausläuft.

Anschlussfinanzierung Vergleich 2026: Top-Zinsen sichern, bevor deine Zinsbindung ausläuft.

Eine Anschlussfinanzierung bedeutet heute mehr, als bei der Hausbank um ein neues Angebot zu bitten. Wer die Restschuld seiner Baufinanzierung clever weiterführt, kann je nach Restschuld und Zinsbindung mehrere Tausend Euro sparen, vorausgesetzt, der Vergleich findet rechtzeitig statt. Auf dieser Seite zeigen wir dir, wie eine Anschlussfinanzierung funktioniert, welche aktuellen Zinsen 2026 realistisch sind, welche drei Wege (Prolongation, Umschuldung, Forward-Darlehen) zur Verfügung stehen, und worauf du bei einem belastbaren Anschlussfinanzierung-Vergleich achten solltest. Wir machen das transparent, unverbindlich und ohne Druck, du behältst zu jedem Zeitpunkt die Entscheidung in der Hand.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Anschlussfinanzierung ist die Folgefinanzierung deiner Restschuld, sobald die Sollzinsbindung deines ursprünglichen Immobiliendarlehens endet.
  • Es gibt drei Hauptwege: Prolongation (bei deiner bisherigen Bank), Umschuldung (zur neuen Bank) und Forward-Darlehen (Zinssatz bis zu 60 Monate im Voraus sichern).
  • Aktuelle Bauzinsen für die Anschlussfinanzierung liegen im April 2026 zwischen 3,49 % und 3,89 % (zehn Jahre Sollzinsbindung, Top-Konditionen).
  • Der Vergleich lohnt sich fast immer: Schon 0,3 Prozentpunkte Zinsdifferenz bedeuten bei 200.000 € Restschuld und 15 Jahren Restlaufzeit rund 6.500 € Ersparnis.
  • Nach zehn Jahren ab Vollauszahlung deines ursprünglichen Darlehens gilt das Sonderkündigungsrecht nach §489 BGB, mit sechs Monaten Frist und ohne Vorfälligkeitsentschädigung.
  • Optimaler Vergleichszeitpunkt: zwölf bis 36 Monate vor Ablauf deiner Zinsbindung, beim Forward-Darlehen sogar bis zu 60 Monate.
  • Unsere Beratung ist Schufa-neutral und unverbindlich, die Vermittlervergütung übernimmt die Bank, für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Was ist eine Anschlussfinanzierung?

Eine Anschlussfinanzierung ist die Folgefinanzierung der Restschuld deines Immobilienkredits, sobald die ursprünglich vereinbarte Sollzinsbindung endet. Da Baufinanzierungen in Deutschland in der Regel nicht über die volle Laufzeit zinsgebunden sind, typische Bindungsfristen liegen bei 5, 10, 15 oder 20 Jahren, bleibt nach Ende der ersten Zinsbindung fast immer eine Restschuld übrig. Diese Restschuld muss neu finanziert werden: entweder bei deiner bisherigen Bank oder bei einer neuen Bank. Ein Beispiel: Du hast 2016 ein Darlehen über 350.000 € mit zehn Jahren Sollzinsbindung und 2 % Tilgung aufgenommen. 2026 endet die Zinsbindung, bis dahin hast du rund 78.000 € getilgt, deine Restschuld beträgt also etwa 272.000 €. Diese Summe muss weiterfinanziert werden, und genau hier setzt die Anschlussfinanzierung an.

Abgrenzung: Anschlussfinanzierung vs. Umschuldung vs. Forward-Darlehen.

Die drei Begriffe werden im Alltag oft synonym verwendet, beschreiben aber unterschiedliche Wege zur Anschlussfinanzierung. Anschlussfinanzierung ist der Oberbegriff. Eine Prolongation ist die Anschlussfinanzierung bei deiner bisherigen Bank, eine Umschuldung der Wechsel zu einer neuen Bank, ein Forward-Darlehen eine Anschlussfinanzierung mit früher gesichertem Zinssatz, der zu einem späteren Zeitpunkt ausgezahlt wird. Wir gehen alle drei in Abschnitt 3 im Detail durch.

Die drei Wege der Anschlussfinanzierung.

Es gibt drei etablierte Wege, eine Anschlussfinanzierung umzusetzen: Prolongation bei deiner bisherigen Bank, Umschuldung zu einer neuen Bank und Forward-Darlehen mit Zinssicherung, bevor der Kreditvertrag ausläuft. Welcher Weg der richtige ist, hängt vom Zinsumfeld, vom Zeithorizont bis zum Ende deiner Zinsbindung und von deinem persönlichen Sicherheitsbedürfnis ab.

WegVorteileNachteileBeste Eignung
Prolongation (bei der Hausbank)Bequem, keine neue Grundschuldbestellung; Bonitätsprüfung in der Regel verkürztSelten Top-Zins; die Bank weiß, dass die Wechselhürde hoch ist; kein echter MarktvergleichSehr kleine Restschulden, sehr enger Zeitplan, Bestandskund:innen mit Verhandlungsmacht
Umschuldung (zur neuen Bank)Top-Konditionen über bundesweiten Vergleich; oft 0,2–0,5 Prozentpunkte unter dem Hausbank-Angebot; volle Konditionsfreiheit (Tilgung, Sondertilgung, Tilgungssatzwechsel)Aufwand für Grundschuldabtretung (~0,2 % der Grundschuldsumme); neue Bonitätsprüfung; ca. vier bis acht Wochen BearbeitungszeitRestschuld > 75.000 €, Zinsbindung läuft in einem bis zwölf Monaten aus, gute Bonität
Forward-DarlehenZinssatz wird bis zu 60 Monate im Voraus festgeschrieben; Schutz vor steigenden Zinsen; klare PlanungssicherheitForward-Aufschlag (typisch 0,01–0,03 % pro Vorlauf-Monat); Abnahmepflicht; bei sinkenden Zinsen verpasste ChanceZinsbindung läuft in zwölf bis 60 Monaten aus, du erwartest steigende oder stabile Zinsen

Prolongation, der bequeme Weg.

Bei einer Prolongation verlängert deine bisherige Bank den Kredit zu neuen Konditionen. Vorteil: Es muss kein neuer Grundbucheintrag und keine neue Bonitätsprüfung erfolgen. Nachteil: Hausbanken kalkulieren Prolongationen meist deutlich teurer als Erstabschlüsse, weil sie mit der Wechselträgheit ihrer Kundschaft rechnen. Ein neutrales Angebot einer anderen Bank ist deshalb immer eine sinnvolle Vergleichsmöglichkeit, auch wenn du am Ende bei deiner Hausbank bleibst.

Umschuldung, der typische Spar-Pfad.

Bei einer Umschuldung übernimmt eine neue Bank deine Restschuld und damit die Grundschuld. Der Wechsel erfolgt formal in der Regel über eine Grundschuldabtretung, die alte Bank tritt die im Grundbuch eingetragene Grundschuld an die neue Bank ab. Die Kosten dafür liegen bei rund 0,2 % der Grundschuldsumme (Beispiel: 200.000 € Grundschuld → ca. 400 € Notar- und Bankgebühren). Diese Kosten amortisieren sich bei einer Zinsersparnis von 0,2 Prozentpunkten und 200.000 € Restschuld bereits im ersten Jahr. Praktisch alle bundesweiten Banken bieten Umschuldungen an, der Vergleich über unsere Experten mit Zugang zu mehreren Hundert Banken ist hier deutlich günstiger als der Direktweg.

Forward-Darlehen, Zinsen im Voraus sichern.

Ein Forward-Darlehen ist eine Sonderform der Umschuldung (oder Prolongation), bei der dein Zinssatz bereits Monate oder Jahre vor dem eigentlichen Ablauf der Zinsbindung festgeschrieben wird. Üblich sind Forward-Phasen von zwölf bis 60 Monaten. Die Bank verlangt dafür einen Forward-Aufschlag, typischerweise 0,01 bis 0,03 Prozentpunkte pro Vorlauf-Monat. Beispiel: 24 Monate Forward × 0,02 % = 0,48 Prozentpunkte Aufschlag auf den heutigen Zins. Forward-Darlehen lohnen sich vor allem, wenn du steigende Zinsen erwartest oder Planungssicherheit für mehrere Jahre wünschst. Wichtig zu wissen: Du verpflichtest dich zur Abnahme, sinken die Zinsen bis zum Ablauftermin, zahlst du dennoch den vereinbarten höheren Zins. Einige Banken bieten auch Zeiträume von 1-12 Monaten ohne Forwardaufschlag an. Wenn du ein Forward-Darlehen in Betracht ziehst, empfehlen wir, gemeinsam mit einem Berater eine detaillierte Rechnung anzustellen. So kannst du sicherstellen, dass du wirklich die richtige Entscheidung triffst. Gerne stehen unsere Finanzierungsberater dafür zur Verfügung.

Wann solltest du mit der Anschlussfinanzierung beginnen?

Idealerweise startest du den Anschlussfinanzierungs-Vergleich zwölf bis 36 Monate vor Ende deiner Sollzinsbindung. Wer früher dran ist, behält durch ein Forward-Darlehen alle Optionen offen, wer später dran ist, riskiert, in einem ungünstigen Zinsumfeld unter Zeitdruck zu unterschreiben.

Der ideale Zeitstrahl

Zeit bis Zinsbindungs-EndeEmpfohlene AktionBegründung
60–37 MonateMarktbeobachtung, Forward-Konditionen prüfenForward möglich, aber Aufschlag noch hoch
36–13 MonateIdealfenster für ein Forward-DarlehenAufschlag moderat, Zinsen langfristig gesichert
12–4 MonateFinaler Vergleich, Umschuldung anstoßenUmschuldung-Bearbeitung dauert vier bis acht Wochen
3 Monate vor AblaufBank schickt ProlongationsangebotVergleichsangebot ergänzen
< 4 WochenNotlösung ProlongationHohes Risiko, einen deutlich überhöhten Zins zu zahlen

Gut zu wissen:

Schon 36 Monate vor Ablauf kannst du ein Forward-Darlehen vereinbaren, bei einigen Anbietern sogar bis zu 60 Monate im Voraus. Je nach Bank ist die Auszahlung 1-12 Monate kostenfrei und nur darüber hinaus wird ein Forward-Aufschlag fällig. Wer über die forward-freie Phase nachdenkt, sollte den aktuellen Markt mit der eigenen Risikoeinschätzung abgleichen, siehe Abschnitt 3.3.

Sparpotenzial: Was ein Anschlussfinanzierung-Vergleich wirklich bringt.

Ein gründlicher Anschlussfinanzierung-Vergleich kann je nach Restschuld und Zinsdifferenz mehrere Tausend Euro Ersparnis bedeuten. Die folgende Beispielrechnung zeigt, wie groß der Effekt schon kleiner Zinsunterschiede ist.

Rechenbeispiel: 200.000 € Restschuld, 15 Jahre Sollzinsbindung

SzenarioEffektivzinsMonatsrate (2 % Tilgung)Gesamtaufwand 15 J.
A, Hausbank-Standardangebot3,99 %998 €179.640 €
B, Vergleich + Top-Anbieter3,49 %915 €164.700 €
C, Top-Anbieter + 0,5 % höhere Tilgung3,49 %1.082 €164.700 € (kürzere Restlaufzeit)

Die Differenz zwischen Szenario A und B beträgt über 15 Jahre etwa 14.940 € Zinsersparnis, bei 200.000 € Restschuld und einer Zinsdifferenz von nur 0,5 Prozentpunkten. Bei größeren Restschulden (z. B. 400.000 €) verdoppelt sich der Spareffekt entsprechend.

Daumenregel zum Mitnehmen

Pro 100.000 € Restschuld und pro 0,1 Prozentpunkt Zinsersparnis sparst du über zehn Jahre rund 1.000 €, und tilgst zusätzlich schneller, weil bei gleicher Monatsrate ein größerer Anteil in die Tilgung fließt.

Welche Kosten fallen bei einer Anschlussfinanzierung an?

Die direkten Kosten eines Anbieterwechsels liegen bei einer Anschlussfinanzierung typischerweise zwischen 0,2 % der Restschuld, deutlich weniger als bei einer Erst-Baufinanzierung, weil Notar- und Grundbuch-Kosten nur teilweise neu anfallen.

Kostenübersicht (typische Spannen)

PositionTyp. HöheWer zahlt / wann
Grundschuldabtretung (Notar + Bank)0,2 % der GrundschuldBei Bankwechsel; meist 200–600 €
Bearbeitungsgebühr neue Bank0 €Seit BGH-Urteil 2014 unzulässig
Forward-Aufschlag0,01–0,03 %/MonatNur bei Forward-Darlehen, im Effektivzins enthalten
Notar Grundschuld-Löschung (optional)ca. 600 € pro 100 T€Nur bei Komplettablösung, nicht beim Wechsel

Wichtig:

Bei einer Umschuldung wird deine bestehende Grundschuld in der Regel nicht gelöscht und neu eingetragen, sondern an die neue Bank abgetreten, das spart deutlich Notarkosten. Eine vollständige Neueintragung würde rund 0,8 bis 1 % der Darlehenssumme kosten, eine Abtretung nur etwa 0,2 %.

Was kostet dich eine Anschlussfinanzierung über Navera?

Eine Anschlussfinanzierung mit dem Navera-Vergleichsrechner finden, kostet dich keinen Cent extra. Einfach ganz bequem alle Informationen eintragen und ein passendes Angebot auswählen. Bei Fragen stehen dir selbstverständlich unsere erfahrenen Finanzierungsberater kostenlos zur Seite. Die Vermittlungsgebühr übernimmt die Bank, wenn ein Vertrag zustande kommt. Wir sind ein Finanzberater und werden nur dann bezahlt, wenn dein Vergleich zu einem Abschluss führt.

Sonderkündigungsrecht nach §489 BGB.

Nach zehn Jahren ab Vollauszahlung deines Darlehens darfst du deinen Immobilienkredit jederzeit mit einer 6-Monats-Frist kündigen, ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Das gilt unabhängig von der ursprünglich vereinbarten Zinsbindung. Wenn du dich also beispielsweise 2017 für eine 20-jährige Zinsbindung entschieden hast, kannst du in der Regel ab 2027 kündigen, ein wertvolles Recht, gerade in einem Niedrigzinsumfeld. Konkret heißt das: Liegt deine 10-Jahres-Marke bald an und sind die aktuellen Zinsen niedriger als dein laufender Zinssatz, lohnt es sich, eine Umschuldung zu prüfen. Die Bank darf in diesem Fall keine Vorfälligkeitsentschädigung fordern, das spart bei großen Restschulden schnell mehrere Tausend Euro.

Welche Faktoren beeinflussen deinen Anschlussfinanzierungs-Zinssatz?

Sechs Faktoren bestimmen deinen individuellen Zinssatz, und auf vier davon hast du aktiv Einfluss. Wenn du diese Hebel kennst, lassen sich die Konditionen oft um 0,1–0,3 Prozentpunkte verbessern.

FaktorEinflussWie du ihn beeinflussen kannst
Beleihungsauslauf (Restschuld / Immobilienwert)Sehr hochSondertilgungen vor Ablauf erhöhen deinen getilgten Anteil → niedrigerer Beleihungsauslauf → besserer Zins (Stufen bei z.B. 60 %, 80 %, 100 %)
Bonität / Schufa-ScoreHochSchufa-Selbstauskunft prüfen über Bonify, Dispokredite reduzieren, Bankverbindung behalten und nicht im Jahr vor der Anschlussfinanzierung wechseln
TilgungssatzMittelEin höherer Tilgungssatz (3–5 %) signalisiert kürzere Risikolaufzeit und führt oft zu einem leichten Zinsabschlag
Restschuld / DarlehenssummeMittelSehr kleine Darlehen (<50.000 €) bekommen oft schlechtere Konditionen
Marktzins (10-Jahres-Pfandbrief)Sehr hochNicht beeinflussbar, ein Forward-Darlehen kann das Risiko absichern
ZinsbindungsdauerMittelLängere Bindung = höherer Zins, dafür mehr Sicherheit

Eigenkapital einbringen, sinnvoll oder nicht?

Ein Eigenkapital-Einsatz bei der Anschlussfinanzierung kann sich lohnen, wenn du damit eine Beleihungsauslauf-Schwelle (60 % oder 80 %) unterschreitest. Schon 1.000–5.000 € können deinen Zinssatz spürbar verbessern, weil viele Banken in Stufen kalkulieren. Ein Beispiel: Deine Restschuld beträgt 220.000 €, deine Immobilie ist 350.000 € wert. Beleihungsauslauf = 62,9 %. Bringst du 10.000 € Eigenkapital ein, sinkt deine Restschuld auf 210.000 € und der Beleihungsauslauf auf 60,0 %, die Bank stuft dich damit in eine bessere Konditionsklasse, was bei einigen Anbietern 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte Zinsersparnis bedeutet. Über 15 Jahre und 200.000 € Restschuld sparst du damit 3.000–6.000 €, bei einem Eigenkapital-Einsatz von 10.000 €. Verglichen mit einer Tagesgeld-Rendite von 1,5 % über denselben Zeitraum (= 1.500 € Zinsertrag) ist der Effekt deutlich höher.

Wann es sich nicht lohnt.

Wenn du bereits unter 60 % Beleihungsauslauf liegst, bringt zusätzliches Eigenkapital meist keine Zinsverbesserung mehr. Behalte in diesem Fall die Liquidität als Sicherheitsreserve, oder nutze sie für Sondertilgungen, die rechtlich nach jedem Kalenderjahr bis zu 5 % der ursprünglichen Darlehenssumme möglich sind. Wenn du unsicher bist, was für deine Situation sinnvoll ist, rechnen wir das gerne gemeinsam mit dir durch.

Alternativen zur klassischen Anschlussfinanzierung.

Neben den drei klassischen Wegen gibt es zwei häufig genannte Alternativen: den Bausparvertrag und KfW-Förderkredite. Beide haben enge Anwendungsfälle, als Vollersatz einer Anschlussfinanzierung sind sie selten geeignet.

Bausparvertrag als Anschlussfinanzierung.

Ein Bausparvertrag, der heute zugeteilt wird, hat einen Zins, der bei Vertragsabschluss vor fünf bis zehn Jahren festgeschrieben wurde. Liegt dieser Zins unter dem aktuellen Marktzins, ist die Bauspardarlehens-Variante eine echte Alternative, allerdings meist nur bis zur Höhe der Bausparsumme (typisch 50.000–150.000 €). Für die Resthöhe deiner Restschuld bleibt eine reguläre Anschlussfinanzierung nötig. Ein neu abgeschlossener Bausparvertrag dient hingegen praktisch immer der nächsten Anschlussfinanzierung in sieben bis zehn Jahren, nicht der aktuellen.

KfW-Förderkredite.

Die KfW vergibt Förderkredite vor allem im Kontext energetischer Sanierungen. Für eine reine Anschlussfinanzierung ohne Sanierungsmaßnahme stehen diese Programme nicht zur Verfügung. Wenn du aber gleichzeitig modernisierst (z. B. Wärmepumpe, Dämmung, Fenstertausch), kannst du KfW-Mittel mit deiner Anschlussfinanzierung kombinieren, die Konditionen liegen zum Teil unter dem Marktzins. Eine Beratung zu solchen Kombinationen gehört zu unserem Standard-Service.

Zwischenfazit zu Alternativen.

Für rund 95 % aller Anschlussfinanzierungs-Fälle bleiben Prolongation, Umschuldung und Forward-Darlehen die richtige Wahl. Bausparverträge und KfW-Mittel sind ergänzend sinnvoll, ersetzen den Vergleich aber nicht.

Fazit: Anschlussfinanzierung Vergleich 2026, was bleibt?

Ein Anschlussfinanzierungs-Vergleich gehört zu den wenigen Finanzentscheidungen, bei denen über mehrere Tausend Euro entschieden werden kann. Wer zwölf bis 36 Monate vor Ablauf der Zinsbindung systematisch vergleicht, hat alle Optionen offen, vom Forward-Darlehen über die Umschuldung bis zur verhandelbaren Prolongation.

Die wichtigsten Punkte aus diesem Leitfaden im Überblick:

  • Drei Wege kennen, Prolongation, Umschuldung, Forward-Darlehen, und situativ kombinieren.
  • Frühzeitig starten, der ideale Vergleichszeitpunkt ist zwölf bis 36 Monate vor Ende deiner Sollzinsbindung.
  • Auf Markttransparenz achten, nur so ist der echte Preisvergleich zwischen Angeboten möglich.
  • Beleihungsauslauf optimieren, manchmal reichen 5.000 € Eigenkapital für 0,1–0,2 % besseren Zins.
  • Sonderkündigungsrecht prüfen, nach zehn Jahren ab Vollauszahlung gilt §489 BGB.
  • Vergleich über Marktzugang, unsere unabhängigen Experten haben Zugang zu mehreren Hundert Banken; Hausbank-Angebote sind selten Top-Konditionen.

Dein nächster Schritt.

Nutze unseren Anschlussfinanzierungs-Rechner, um eine erste Ratenindikation auf Basis aktueller Zinsen zu erhalten. Im Anschluss kannst du die verfügbaren Anschlussfinanzierungs-Angebote der Banken eigenständig einsehen und miteinander vergleichen. Bei Rückfragen stehen dir unsere Finanzierungsexperten zur Seite - ohne Kosten für dich. Wir geben dir alles für eine schnelle und transparente Recherche an die Hand; die Entscheidung bleibt bei dir.